Fußbodenverlegung

Fußbodenverlegung Teppich, Parkett und Laminat

Die unterschiedliche Nutzung von Wohn- oder gewerblichen Räumen erfordert auch verschiedene Bodenbeläge. Im Flur-, Küchen- oder Badbereich empfiehlt sich strapazierfähiger PVC-Belag beziehungsweise Fliesen. Zum gemütlichen Ambiente in Schlaf-, Kinder- und Wohnzimmern tragen Teppiche sowie Parkett- oder Laminatböden bei. Das Verlegen derartiger Materialien ist mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie optimalen Belag-Rücken und Klebetechniken auch für Hobby-Heimwerker zu realisieren.

Die Fußbodenbeläge gibt es in unterschiedlichen Ausfertigungen: als Meterware (Bahnen) oder Fliesen in quadratischer Form in den Größen 30 x 30 Zentimeter oder 50 x 50 Zentimeter. Um das „Stückeln" beim Verlegen zu vermeiden, sind „Bahnen-Ware" in den Breiten von vier oder fünf Metern in den meisten Fällen ausreichend.

Teppich-Fußböden verlegen
Zu den vorbereitenden Tätigkeiten zählen generell:

• Materialbedarf ermitteln
• Materialauswahl und -beschaffung
• Erforderliche Ausrüstung zusammenstellen
• Untergrund vorbereiten

Der Untergrund muss frei von alten Belägen, Klebe- oder Farbresten, Nägeln sowie losen Estrichteilen sein. Mit einem Elektroschaber lassen sich vor allem größere Flächen leicht von Rückständen säubern. Unebenheiten, Risse oder kleine Löcher werden mit einer Spachtelmasse ausgeglichen. Hohe Luftfeuchtigkeit kann in Räumen mit einer Fläche über zwanzig Quadratmetern zur Wellenbildung des Teppichbodens führen. Deshalb ist das vollständige Verkleben ratsam. Bei einer „losen" Verlegung in kleineren Räumen werden die Ecken und Ränder mit doppelseitigem Teppich-Klebeband fixiert. Vor der Verarbeitung sollte der Teppich-Belag in dem Raum einen Tag zur „Akklimatisierung" lagern.

Das Verlegen der Teppich-Ware:
An einer durchgehenden Längsseite des Raumes wird der Belag auf Stoß genau ausgerichtet und dann faltenfrei ausgelegt. Dabei ist auf die gleiche Faserrichtung der Bahnen zu achten. Mit den Werkzeugen und Materialien:

• Cutter-Messer
• Teppichkantenschneider
• Andruck-Rolle
• Hakenklingen
• Schneideschiene
• Kleber oder Klebebänder
• Abschlussleisten

und den Tipps vom Fachmann gelingt die Teppichverlegung garantiert.

Der Parkett-Fußboden
Ein echter und hochwertiger Parkettfußboden wirkt nicht nur edel, sondern durch den natürlichen Baustoff Holz auch „warm". Er ist allerdings weniger geeignet für den Einsatz in Küche, Bad, Büros oder Kinderzimmern. Für alle Wohnräume sowie Büros ist als Alternative dazu Laminat optimal. Moderne Klick-Systeme (Feder-Nut) machen das Verlegen in beiden Fällen einfach. Bei einer völligen Verklebung beziehungsweise festen Vernagelung oder Verschraubung auf einer Untergrundkonstruktion aus Holz, im Gegensatz zur „schwimmenden" Verlegung des Materials, muss damit gerechnet werden, dass der Auftritt auf den Boden lauter, härter und unnachgiebiger ist. Dielen aus massivem Holz können generell nicht „schwimmend" verlegt werden.

Vorbereitung für die Parkett-Verlegung:
Beim Kauf des Materials sollten etwa fünfzehn Prozent Reserve (Verschnitt) hinzugerechnet werden. Die meisten Fertigparkett-Böden sind bereits mit der modernen Klick-System-Technik für eine gute Wärme-, Schall- und Geräuschdämmung vorbereitet. Diese schwimmende Verlegung kann auf allen „alten" Untergründen, wie Holz, Estrich, Fliesen oder PVC-Belag erfolgen. Teppich-Beläge müssen entfernt werden.

Verschiedene Verlege-Arten:
Zu den häufigsten Parkett-Mustern zählen Fischgräten, Kassetten, Flechten, Tafelform und Schiffsboden. Diese oder auch das altdeutsche Muster wirken sich auf die Optik eines Raumes aus. Die Verlegung des Parketts lässt den Raum entweder länger oder breiter erscheinen.
Zur Feuchtigkeitsisolierung auf mineralischem Untergrund wird vor der Verlegung des Parketts eine PE-Folie als „Dampfbremse" aufgelegt. Zur zusätzlichen Trittschalldämmung kann Filz oder Kork verwendet werden. Mit der Nutseite zur Wand wird die erste Dielenreihe an einer Längsseite des Raumes angelegt. Je nach Hersteller und Verbundsystem erfolgt das weitere Verlegen.

Pflegeleichtes Laminat
Analog der Parkettverlegung muss bei Laminat ebenfalls auf ausreichende Dehnungsfugen geachtet werden. Mit einem Laminatschneider wird präzise und schnell gearbeitet. Es gibt für den Einsatz von Laminat sechs Nutzungsklassen, die nach Abrieb- und Druckfestigkeit, Lichtechtheit sowie Fleckenunempfindlichkeit unterteilt werden. Ob im Büro, Wohnraum oder Küche: Dieser Universal-Holzboden erweist sich als robust, kratzfest und hygienisch.

Beim Verlegen von Laminat beachten:

• Am Anfang genauer Materialbedarf und Maße der letzten Paneel-Reihe berechnen
• Dampfbremse
• Mindestens acht Millimeter Abstand zur Wand als umlaufende Dehnungsfuge
• Bewegungsfugen an Türübergängen
• Laminat muss „schwimmen" (keine Verklebungen oder Verschraubungen)

Stehende Nässe ist zu vermeiden. Die Laminat-Pflege sollte nur mit einem feuchten Tuch geschehen.