Betonsanierung

beton2Betonsanierung - von der Vorbereitung bis zur Instandsetzung

Nach wie vor gehört Beton zu den beliebtesten Baumaterialien auf der Welt. Abhängig von der Verwendung werden hohe Erwartungen an die funktionale Beständigkeit und die optische Unversehrtheit gesetzt. Im Vergleich zu anderen Materialien schneidet Beton in den Bereichen der Haltbarkeit und Stabilität gut ab. Dennoch ist eine Betonsanierung unerlässlich, wenn Bauwerke von betonschädigenden Medien optisch und funktional beeinträchtigt werden. Das Ziel der Betonsanierung besteht darin, die Haltbarkeit mit einer Instandsetzung zu erhöhen. Vorteile bestehen in einer zeit- und kostengünstigen Durchführung.




beton1Vorbereitung
Die Betonsanierung beginnt mit der Schadensanalyse. Vor Ort wird das Bauwerk auf den Umfang der Defizite untersucht. Dazu werden die Druckfestigkeit und der Korrosionszustand des Betons begutachtet. Eine anschließende Laboruntersuchung zeigt die chemische Zusammensetzung des Betons auf und bestimmt die Rohdichte des Materials. Mit den vorliegenden Ergebnissen kann die Koordination der Sanierung beginnen. Zunächst muss der Untergrund vorbereitet werden. Mit Höchstdruckwasserstrahlen können mürbe Schichten abgetragen, artfremde Stoffe beseitigt und der Untergrund abgeschliffen werden. Daraufhin ist es wichtig, die Oberfläche vor Korrosion zu schützen. Dies gelingt mit einer dünnen Beschichtung, die insbesondere in Rissen eingesetzt wird. Zum letzten Schritt der Vorbereitung gehört die Zusammensetzung des Betonersatzes. Die Wahl der Betonmischung wird an die bereits vorliegende Betonart zugeschnitten. Eine Ergänzung bildet der Spritzbeton, der bei tiefen Fehlstellen eingesetzt wird.

Die Instandsetzung
Die Instandsetzung besteht aus zwei Schritten. Zunächst werden Risse verschlossen und Fehlstellen reprofiliert. Anschließend wird die Betonoberfläche vor dem Eindringen von Fremdstoffen geschützt. Das Verschließen der Risse gelingt mit der Injektion und der Tränkung. Bei der Tränkung wird eine Betonmischung drucklos auf vorhandene Risse gegossen und verteilt. Dagegen werden Risse bei der Injektion unter hohem Druck gefüllt. Dabei weist der Betonersatz eine besonders hohe Haftung auf. So wird ein erneutes Zermürben des Materials verhindert. Bei hohen Anforderungen kann die gesamte Tragfähigkeit des Bauwerkes erhöht werden. Dies gelingt mit einer Querschnittsvergrößerung und dem Einsetzen von Stahlstäben. Beim Oberflächenschutz steht die Abweisung von Wasser im Vordergrund. Zu einem bewährten Verfahren gehört die Hydrophobierung. Dies ist ein Schutzsystem, das in die Oberfläche des Betons eindringt und optisch nicht wiedererkannt werden kann. Im Anschluss weist es Flüssigkeiten und Fremdstoffe effektiv ab. Dies geht mit einem zusätzlichen Korrosionsschutz einher.